Wahrnehmung

So werden Gefühle geweckt

Wahrscheinlich haben Sie gelesen, dass ich Diplom-Designerin bin, ich bin also Gestalterin durch und durch. Ich habe es nicht nur im Gefühl, wie gutes Design aussieht, ich habe es von der Pike auf gelernt und auch gelehrt als Dozentin bei Macromedia und der Bildungsgruppe Peters.
Und so Vieles lässt sich aus dem 2-dimensionalen Bereich in den 3-dimensionalen der Raumgestaltung übertragen.

Was nehmen wir wahr?

Nehmen wir z.B. ein Plakat. Stellen Sie sich doch einmal vor eine Litfaßsäule und betrachten Sie die Plakate. Welches bekommt Ihre Aufmerksamkeit und warum?
Die Aufmerksamkeit wird ziemlich sicher dadurch erregt, dass ein Bild oder eine Headline Ihnen ins Auge springt und Sie die Aussage interessant finden. Vielleicht sogar so interessant, dass Sie wissen wollen, um was es genau geht, was beworben wird. Dabei wird das Auge geleitet, z.B. dadurch, dass die Schriften immer kleiner werden je detaillierter die Information wird. Bei einem stimmigen Plakat werden Sie auch feststellen, dass nicht jeder freie Platz für Infos genutzt wird, dem Auge wird auch etwas Ruhe gegönnt. Und diese Ruhe ist es wiederum, die dafür verantwortlich ist, dass das, was wichtig ist, ins Auge springt.
Wenn also ein Plakat keinen Inhalt hätte, sprich ein leeres Blatt Papier wäre, hätte das Auge zwar Raum zum Ausruhen und würde dennoch, gesteuert vom Gehirn, immer auf der Suche nach Information sein.

Räume strahlen immer etwas aus

Ähnlich verhält es sich im Wohnraum. In einem leeren Raum sucht das Auge nach einem Blickpunkt und findet …
ein Fenster, die Heizung oder eine Glühbirne, die in der Mitte von der Decke hängt.
Auch hier sucht das Auge vergebens nach Information, wie z.B. „ich bin ein gemütlicher Raum, Du kannst mich als Wohnzimmer nutzen“.
In einem vollgestellten Raum sucht das Auge wiederum zum einen nach etwas, was ins Auge springt und neugierig macht und zum anderen nach dem Freiraum, das dem Auge und Gehirn Ruhe bringt. Alles ist gleichmäßig verteilt, jeder freie Raum ist genutzt. Zwar wird der Betrachter erkennen, dass dies das Schlafzimmer oder Wohnzimmer ist, und er wird den Raum vielleicht sogar gemütlich finden, jedoch bekommt er keine Möglichkeit, seine eigene Phantasie spielen zu lassen.
Nun ist es im echten Leben so, dass wir in der Immobilie leben und wir Lieblingsstücke haben, von denen wir uns nie trennen würden und außerdem das ein oder andere auch brauchen. So sammelt sich schnell Inventar an, das die Räume füllt.

Leere Räume erzählen wenig

Wenn Sie eine leere Immobilie verkaufen wollen, sollten Sie bedenken, dass ein leerer Raum, wie oben beschrieben, wohl kaum Emotionen weckt. Auch wenn das Auge und das Gehirn viel Raum für eigene Phantasie hätten, wird sie so nicht wirklich angeregt. Eine leere Immobilie wird am besten unter dem Gesichtspunkt „informatives Plakat“ gestaltet und eingerichtet. Eine Orientierung im Raum ist wichtig, denn dadurch wird die Größe und die Nutzbarkeit des Raumes deutlich. Eine stimmungsvolle Einrichtung inspiriert und gibt das Gefühl, zu Hause angekommen zu sein.

Voll gestellt macht klein

Leben Sie noch in der Wohnung, in dem Haus, ist es eventuell, ohne Ihnen nahe treten zu wollen, zu voll eingerichtet und immer personalisiert. Ersteres führt dazu, dass die Räume kleiner wirken als sie sind und zweiteres ist nicht zielführend dabei, dem Käufer zu zeigen, wie er sein Leben hier leben könnte. Diese Variante muss immer neutral und ästhetisch sein, um ein Wohngefühl zu erzeugen, das dem Käufer sein eigenes künftiges Leben vorstellen lässt.

Wenn Sie also Ihre Immobilie als Inspiration anbieten und pures Lebensgefühl verkaufen wollen, kontaktieren Sie
mich. Ich mache das für Sie möglich!

Elke Schlichtig – Welcome Home: Weil ein schönes Zuhause Ihr Leben aufwertet!